OLEDs sind organische Halbleiter die aus mehreren organischen Schichten aufgebaut sind.
Dabei wird meist auf die Anode (2) (z. B. Indium-Zinn-Oxid (ITO)), die sich auf einer Glasscheibe (1) befindet, eine Lochleitungsschicht (3), (Hole Transport Layer oder HTL) aufgebracht.
Zwischen ITO und HTL wird oft, abhängig von dem Produktionsverfahren, noch eine Schicht aus PEDOT/PSS (Poly(4-ethylendioxythiophen)/Polystyrolsulfonat) aufgebracht, die zur Absenkung der Injektionsbarriere für die Löcher dient und eine "Vermischung" von Indium in den Übergang verhindert.
Auf die HTL wird eine Schicht aufgebracht, die entweder den Farbstoff enthält (ca. 5–10 %) oder – selten – vollständig aus dem Farbstoff (z. B. Aluminium-tris(8-hydroxychinolin), Alq3) besteht.
Diese Schicht bezeichnet man als Emitterschicht (4), (Emitter Layer, EL). Auf diese wird dann eine Elektronenleitungsschicht (Electron Transport Layer, ETL) aufgebracht.
Zum Abschluss wird eine Kathode (5) bestehend aus einem Metall oder einer Legierung mit geringer Elektronenaustrittsarbeit wie zum Beispiel Calcium, Aluminium, Barium, Ruthenium, Magnesium-Silber-Legierung im Hochvakuum aufgedampft.
Als Schutzschicht und zur Verringerung der Injektionsbarriere für Elektronen wird meistens zwischen Kathode und ETL eine sehr dünne Schicht aus LiF, CsF oder Ag aufgedampft.
Für mehr Infos über Oleds empfehlen wir die Webseite: www.oled.at
Noch gibt es Fernseher oder Computerbildschirme die viel zu dick sind um eigentlich nur Punkte auf der Bildschirmoberfläche zum Leuchten zu bringen. Die organischen Leuchtdioden benötigen nur eine aktive Schicht von einem zehntausendstel Millimeter!!!, zwei dünne Metallkontakte und ein günstiges Substrat um dieselbe Helligkeit zu erreichen. Die ersten organischen Displays sind schon auf dem Markt erhältlich und viele weitere Produkte werden bald folgen. Nahezu alle namhaften Firmen der Elektronikbranche arbeiten zur Zeit an organischen Anzeigeelementen.
Diese organischen Schichten sind kostengünstig in der Herstellung und ihre Farben bestechen mit einmaliger Brillianz, die auch bei schräger Betrachtung erhalten bleibt!!! Aber auch für Beleuchtungszecken übertrifft die Oled heute bereits die gewöhnliche Glühbirne und nähert sich zunehmend der Fluoreszenzlampe.
Deutschland wird zum OLED-Land:
Um zukunftsträchtige optische Technologien in Deutschland voranzutreiben, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über die nächsten fünf Jahre die Forschung und Entwicklung von organischen Leuchtdioden (OLED) mit 100 Millionen Euro. Die beteiligten Unternehmen wollen 500 Millionen Euro im Rahmen der OLED-Initiative investieren.
Bis zu 75% Transparenz geplant:
Der Prototyp der transparenten weißen OLED-Lichtkachel mit den Farbkoordinaten 0,396/ 0,404 (CIEx/y Hauptabstrahlrichtung) leuchtet auf einer Fläche von fast 90 cm2!. Die Transparenz der OLED liegt derzeit bei 55%. Sie soll aber im Rahmen der weiteren Entwicklungsaktivitäten noch auf bis zu 75% erhöht werden.
Das Verhältnis der Strahlen in den beiden Hemisphären lässt sich in einem großen Bereich einstellen. Damit kann eine Flächenlichtquelle, z.B. in Möbeln oder an einem Lichthimmel so konfiguriert werden, dass Licht nur in die gewünschte Richtung strahlt. Erzielt wurden die Ergebnisse im Rahmen des BMBF-Projektes OPAL2008 (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Organische Leuchtdioden für Beleuchtungsanwendungen).