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OLEDs sind organische Halbleiter die aus mehreren organischen Schichten aufgebaut sind.
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So funktioniert ein OLED Display |
Mithilfe der neuen Methode wird dieses Problem umgangen. Hierzu werden oxetanfunktionalisierte Materialien verwendet, eine Materialklasse, die 1999 von Meerholz und Nuyken entwickelt wurde. Das Material kann durch Vernetzen unlöslich gemacht werden, was das Auftragen neuer Schichten zulässt. Im Gegensatz zur traditionellen Vernetzung mit Hilfe einer Photosäure, wird bei der neuen Methode die unterste aktive Schicht der OLED zum Starten der Reaktion verwendet. Es gelingt eine Schicht-bei-Schicht-Vernetzung (engl. layer-by-layer crosslinking / LBLX), wobei die unlöslichen Schichten zudem die Form des Substrats abbilden. „LBLX ermöglicht eine einfache und kostengünstige Produktion“, so Prof. Meerholz, Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln. Gleichzeitig wird die Photosäure in der aktiven OLED-Schicht vermieden, wodurch eine Verdopplung bis Verdreifachung der Lebensdauer erreicht wird.
Ziel der Wissenschaftler am Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln ist nun die Nutzung von LBLX zur Herstellung einer weiß-emittierenden vier-Schicht OLED mit maßgeblich erhöhter Lebensdauer.
In der Industrie stößt die neu entwickelte Methode auf großes Interesse, da neben einer kostengünstigen Massenproduktion auch die Herstellung von 3D-OLEDs möglich ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Wissenschaftler der Universität zu Köln mit zwei Millionen Euro bei der Erforschung solcher innovativen OLED-Anwendungen.
Die Ergebnisse der Kölner Forscher wurden in der Fachzeitschrift Advanced Materials veröffentlicht.
Bei Rückfragen:
Professor Dr. Klaus Meerholz
Institut für Physikalische Chemie,
Tel.: 0221 221 470 – 3275
E-Mail: klaus.meerholz(at)uni-koeln.de
Web site: UNI-Koeln.de
Noch gibt es Fernseher oder Computerbildschirme die viel zu dick sind um eigentlich nur Punkte auf der Bildschirmoberfläche zum Leuchten zu bringen. Die organischen Leuchtdioden benötigen nur eine aktive Schicht von einem zehntausendstel Millimeter!!!, zwei dünne Metallkontakte und ein günstiges Substrat um dieselbe Helligkeit zu erreichen. Die ersten organischen Displays sind schon auf dem Markt erhältlich und viele weitere Produkte werden bald folgen. Nahezu alle namhaften Firmen der Elektronikbranche arbeiten zur Zeit an organischen Anzeigeelementen.
Deutschland wird zum OLED-Land:
Um zukunftsträchtige optische Technologien in Deutschland voranzutreiben, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über die nächsten fünf Jahre die Forschung und Entwicklung von organischen Leuchtdioden (OLED) mit 100 Millionen Euro. Die beteiligten Unternehmen wollen 500 Millionen Euro im Rahmen der OLED-Initiative investieren.
Bis zu 75% Transparenz geplant:
Der Prototyp der transparenten weißen OLED-Lichtkachel mit den Farbkoordinaten 0,396/ 0,404 (CIEx/y Hauptabstrahlrichtung) leuchtet auf einer Fläche von fast 90 cm2!. Die Transparenz der OLED liegt derzeit bei 55%. Sie soll aber im Rahmen der weiteren Entwicklungsaktivitäten noch auf bis zu 75% erhöht werden.
Das Verhältnis der Strahlen in den beiden Hemisphären lässt sich in einem großen Bereich einstellen. Damit kann eine Flächenlichtquelle, z.B. in Möbeln oder an einem Lichthimmel so konfiguriert werden, dass Licht nur in die gewünschte Richtung strahlt. Erzielt wurden die Ergebnisse im Rahmen des BMBF-Projektes OPAL2008 (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Organische Leuchtdioden für Beleuchtungsanwendungen).
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